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Hier trat ein Künstler auf, den die hiesigen Melomanen von früheren Konzerten kennen und schützen: der tschechische Konzertgitarrist Libor Fišer, ein brillanter Interpret, der durch tiefe, einfühlsame Musikalität und virtuose Technik das gebannt lauschende Publikum fesselte – mit einem Programm, das von altern tschechischen Lautentabulaturen über Komponisten des Barock und der Romantik bis zu südamerikanischer Folklore und zum Pop reichte…
Ein herrliches Konzert, das vom Publikum mit einer bei den Musikalischen Vespern ungewöhnlichen Geste gewürdigt wurde: mit stehendem Applaus – für den sich der Künstler mit einer zweiten Zugabe bedankte: der Melodie aus „Orfeu negro“.

(Werra-Rundschau, Mai 2007)

Das Stammpublikum, das kaum eines der Rathauskonzerte versäumt, erlebte allerdings einen anderthalbstündigen Ohrenschmaus der besonderen Art. Der in Tschechien geborene Musiker, Jahrgang 66, begeisterte nicht nur mit erstklassigem Spiel, sondern ebenso mit seiner charmanten Art, durchs Programm zu führen. Das bot vor allem Stücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert, aber auch wunderbare Werke aus dem 16. Jahrhundert. Dabei demonstrierte Libor Fišer, dass er die leisen Töne ebenso virtuos beherrscht wie kraftvolle und temporeiche Lieder.

(Unabhängige Thüringer Tageszeitung, September 2003)